Der Schulhof hat sich längst ins Internet erweitert: Ob in Chatgruppen, auf Spieleplattformen oder in sozialen Netzwerken – digitale Medien gehören fest zum Alltag von Grundschulkindern. Doch diese Vernetzung bringt Schattenseiten mit sich. Cybermobbing macht keinen Feierabend, sondern verfolgt Kinder bis ins Kinderzimmer. Da die Angriffe oft rund um die Uhr und für Erwachsene unsichtbar stattfinden, ist die Belastung für Betroffene besonders hoch.
Für pädagogische Fachkräfte ist es oft schwer, diesen „Tatort“ einzusehen, da Veränderungen in der Gruppendynamik erst verzögert auffallen. Diese Fortbildung schärft daher den Blick für die oft versteckten Warnsignale und hilft, die Perspektive der Kinder einzunehmen. Es wird vermittelt, wie die Dynamiken von digitaler Gewalt funktionieren und woran man sie frühzeitig erkennt.
Neben der Analyse steht das praktische Handeln im Fokus. Die Teilnehmenden lernen Methoden kennen, um Kinder präventiv für einen respektvollen Umgang im Netz zu stärken. Gleichzeitig werden konkrete Interventionsstrategien erarbeitet, um bei Vorfällen sicher zu reagieren und die betroffenen Kinder wirksam zu schützen.

